Förderung der Streuobstwiesen

Wiesen mit Obstbäumen.
Streuobstwiese in Kelkheim

Streuobstwiesen zählen im Main-Taunus-Kreis wegen ihres Artenreichtums zu den wertvollsten Biotopen. Aufgrund der aufwändigen Pflege wurden viele Obstwiesen aufgegeben, die inzwischen verbuscht sind. Ein Großteil der noch existierenden Bäume ist bereits sehr alt und fällt in den nächsten Jahren aus. Es fehlen fast überall Nachpflanzungen junger Bäume, um den Fortbestand der Streuobstwiesen bei uns zu sichern.

Das Amt für Bauen und Umwelt des Main-Taunus-Kreises fördert daher Maßnahmen zur Anlage oder Wiederherstellung von Streuobstwiesen.

 

Folgende Zuschüsse können beantragt werden (jeweils Maximalwerte):

  • Neupflanzung von hochstämmigen Obstbäumen: 25 Euro pro Baum
  • Pflegemaßnahmen in den ersten 5 Jahren: einmalig 25 Euro pro Baum
  • Entbuschungsmaßnahmen: 500 bis 1.500 Euro pro Hektar.
  • Grundschnitt alter ungepflegter Bäume: 50 Euro pro Baum

Der entsprechende Antrag muss gestellt werden, bevor das Vorhaben ausgeführt wird.

Geplante Entbuschungen müssen unbedingt vorher mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt werden.

 

Antrag auf Gewährung von Zuwendungen für die Nach- und Neuanpflanzungen und Entbuschungsmaßnahmen von Streuobstbeständen (83.15 KB)

Richtlinien für das Streuobst-Förderprogramm (25.52 KB)

Richtlinien zur Pflege und Entwicklung der Streuobstbestände (36.68 KB)

Neuartige Obstbaumkrankheit "Rindenbrand"

Seit einigen Jahren ist bei jungen Obstbäumen im Kreis vermehrt eine Pilzerkrankung festzustellen, die zur Schwächung oder zum Tod der Bäume führt. Dieser Rindenbrand zeigt sich in tiefen Rissen und bräunlichen Verfärbungen, die bis tief unter die Rinde gehen. Im weiteren Verlauf färben sich befallene Baumpartien schwarz.

Zum Schutz sollten junge Bäume besonders in den ersten fünf bis zehn Jahren ausreichend gewässert und gedüngt werden. Die um Wasser und Nährstoffe konkurrierenden Gräser sollten durch das Offenhalten einer vegetationsfreien Baumscheibe um den Baum herum unterdrückt werden. Verletzungen der Rinde durch Mäharbeiten oder große Schnittwunden müssen vermieden werden, weil durch sie der Pilz eindringen kann.

Details bietet die Broschüre „Rindenbrand bei Apfel – Obstbaumpflege in Hessen“ der Forschungsanstalt Geisenheim und des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Beim Main-Taunus-Streuobstverein e. V. gibt es weitere Informationen zum Thema Streuobst.

Kontakt:

Amt für Bauen und Umwelt
Untere Naturschutzbehörde
Herr Michael Orf

Tel.: 06192 201-1540
Fax: 06192 201-1639
E-Mail: michael.orf@mtk.org