Genehmigungsquote: Fast 97 Prozent
06.02.2026
Statistik 2025 im Kreis vorgelegt – Zahl der Bauanträge zurückgegangen
Zwar wurden fast 97 Prozent der Bauanträge genehmigt, die Zahl der eingereichten Anträge ist allerdings zurückgegangen. Darauf weist Erste Kreisbeigeordnete Madlen Overdick bei der Vorlage der Statistik für 2025 für den Main-Taunus-Kreis hin. Demnach sind im vergangenen Jahr insgesamt 879 Bauanträge und weitere Anträge bei der Bauaufsicht eingegangen, fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Der Baudezernentin zufolge setzt sich damit der Rückgang seit 2021 fort; in dem Jahr waren besonders viele Anträge gestellt worden. Insgesamt liegt das Minus gegenüber diesem Höchststand bei rund 30 Prozent; Hintergrund seien eine schwierige Lage im Bausektor und die in ganz Deutschland hohen Baukosten.
Während laut der Statistik die Gesamtzahl der Anträge sinkt, zeigt sich im Wohnungsbau eine leicht positive Entwicklung. Für Neu- oder Umbauten von Wohngebäuden gingen 2025 insgesamt 327 Bauanträge ein, nach 310 im Jahr zuvor. „Wer heute bauen will, braucht einen langen Atem – das spüren wir auch bei unseren Zahlen“, sagt Madlen Overdick. „Umso wichtiger ist es, dass wir die Antragstellenden gut beraten und deren Anträge lösungsorientiert begleiten. Mit einer Genehmigungsquote von 96,6 Prozent schaffen wir weiterhin verlässliche Rahmenbedingungen.“
Mit der geringeren Zahl an Anträgen ging auch die Zahl der Widersprüche deutlich zurück. Sie hat sich im Vergleich zum Vorjahr um mehr als die Hälfte reduziert. Ebenfalls rückläufig waren die Fälle, in denen die Bauaufsicht eingreifen musste. Ihre Zahl sank um fünf Prozent auf 327. Die Bußgeldverfahren blieben mit 31 Fällen nahezu unverändert.
Auch die Nachfrage nach Beratung ist zurückgegangen. 2025 wandten sich 540 Bürgerinnen und Bürger mit Fragen an die Bauaufsicht, elf Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die hohe Genehmigungsquote führt Overdick auf eine Arbeitsweise zurück, die auch nach der Antragstellung noch Anpassungen zulässt, um Bauvorhaben genehmigungsfähig zu machen.
Etwas weniger geworden sind auch Sanierungen an denkmalgeschützten Gebäuden. Ihre Zahl sank um fünf Prozent auf 329.