Förderung der Streuobstwiesen

Streuobstwiesen zählen im Main-Taunus-Kreis wegen ihres Artenreichtums zu den wertvollsten Biotopen.
Zwei Apfelbäume auf einer Streuobstwieseas-PROmedia - stock.adobe.com

Förderung zur Anlage oder Wiederherstellung

Aufgrund der aufwändigen Pflege wurden viele Obstwiesen aufgegeben, die inzwischen verbuscht sind. Ein Großteil der noch existierenden Bäume ist bereits sehr alt und fällt in den nächsten Jahren aus. Es fehlen fast überall Nachpflanzungen junger Bäume, um den Fortbestand der Streuobstwiesen bei uns zu sichern.

Das Amt für Bauen und Umwelt des Main-Taunus-Kreises fördert daher Maßnahmen zur Anlage oder Wiederherstellung von Streuobstwiesen.

Folgende Zuschüsse können beantragt werden (jeweils Maximalwerte):

  • Neupflanzung von hochstämmigen Obstbäumen: 50 Euro pro Baum
  • Pflegemaßnahmen in den ersten 5 Jahren: einmalig 50 Euro pro Baum
  • Entbuschungsmaßnahmen: 500 bis 1.500 Euro pro Hektar
  • Grundschnitt alter ungepflegter Bäume: 75 Euro pro Baum

Der entsprechende Antrag muss gestellt werden, bevor das Vorhaben ausgeführt wird.

Geplante Entbuschungen müssen unbedingt vorher mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt werden.

Neuartige Obstbaumkrankheit "Rindenbrand"

Seit einigen Jahren ist bei jungen Obstbäumen im Kreis vermehrt eine Pilzerkrankung festzustellen, die zur Schwächung oder zum Tod der Bäume führt. Dieser Rindenbrand zeigt sich in tiefen Rissen und bräunlichen Verfärbungen, die bis tief unter die Rinde gehen. Im weiteren Verlauf färben sich befallene Baumpartien schwarz.

Zum Schutz sollten junge Bäume besonders in den ersten fünf bis zehn Jahren ausreichend gewässert und gedüngt werden. Die um Wasser und Nährstoffe konkurrierenden Gräser sollten durch das Offenhalten einer vegetationsfreien Baumscheibe um den Baum herum unterdrückt werden. Verletzungen der Rinde durch Mäharbeiten oder große Schnittwunden müssen vermieden werden, weil durch sie der Pilz eindringen kann.

Details bietet die Broschüre „Rindenbrand bei Apfel – Obstbaumpflege in Hessen“ (siehe unten) der Forschungsanstalt Geisenheim und des Hessischen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat.

Beim Landschaftspflegeverband Main-Taunus e. V. (siehe unten) gibt es weitere Informationen zum Thema Streuobst.

Kontakt

Amt
Main-Taunus-Kreis
Organisationsamt
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Abteilung
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65719 Hofheim
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Kontaktperson
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