Roedersteinhaus u. ehemaliges jüdischen Kinderheim
Den Ersten Weltkrieg und die Jahre vor dem Zweiten Weltkrieg erlebte O. W. Roederstein in Hofheim. Ihr Haus wurde besetzt, ihre Existenz bedroht und ihr Vermögen ging 1923 verloren.
Unaufhaltsam malend stellte sie weiter aus. Nach der Machtergreifung Hitlers 1933 verlor sie nachhaltig ihren Lebensmut durch den zerstörerischen Zeitgeist auf die Kunst und die Verfolgung ihrer jüdischen Freunde.
1937 ist sie gestorben. In direkter Nachbarschaft befand sich ein jüdisches Kindererholungsheim in einem heute schön sanierten Haus.
Was geschah mit den jüdischen Kindern, als das Haus in der Reichspogromnacht, ein Jahr nach Roedersteins Tod, verwüstet wurde? Vieles ist noch lange nicht aufgearbeitet.
Beim Besuch und im Gespräch mit Wahrenburg, heutigem Eigentümer des beeindruckenden Roedersteinhauses, erfahren die Gäste viel über das Leben im damaligen „Deschweg 2“ in dieser schweren Zeit.
Andrea Simon