Präventionsrat - Aktuelles

Telefonbetrugsmasche: Falsche Ärzte

Immer wieder kommt es zu Betrugsfällen durch sogenannte Schockanrufe und Anrufe von falschen Polizeibeamten. Ziel von Tätern bei solchen Anrufen ist es, Menschen um ihr gesamtes Vermögen zu bringen.
Präventionsrat Main-Taunus-Kreis

Schockanrufe verunsichern Angerufene

Durch die Schilderung angeblicher, frei erfundener Notlagen versetzen die Täter ihre Opfer gezielt in eine emotionale Ausnahmesituation. Durch geschickte Gesprächsführung und bewusst erzeugtem Zeitdruck bewegen sie die Angerufenen zu unüberlegten Entscheidungen, um an Bargeld oder Wertgegenstände zu gelangen. Eine derzeit auftretende Variante sind Schockanrufe durch falsche Ärzte. Die Anrufer geben sich als Ärzte oder Mitarbeitende eines Krankenhauses aus und behaupten, ein naher Angehöriger habe einen schweren Unfall erlitten oder sei schwer erkrankt und befinde sich in einer lebensbedrohlichen Situation. Um den geschilderten Sachverhalt glaubwürdig erscheinen zu lassen, beschreiben sie angebliche Verletzungen und verwenden medizinische Fachbegriffe. Im weiteren Gespräch erklären sie, dass für eine dringend notwendige Behandlung oder Operation unverzüglich eine hohe Geldsumme oder Wertgegenstände benötigt würden.

Genauso geschah dies vor Kurzem im Main-Taunus-Kreis, wie der Polizei mitgeteilt wurde:

Betrüger erbeuten Schmuck und Bargeld,
Eppstein, Vockenhausen, Dienstag, 28.07.2026, 13 Uhr bis 14.30 Uhr

Am Dienstagmittag wurde ein Mann aus Vockenhausen Opfer von Telefonbetrügern. Gegen 13 Uhr kontaktierten die Unbekannten den Rentner. Am Telefon war zunächst der vermeintliche Sohn, der angab, an Corona erkrankt zu sein. Später reichte er den Hörer an einen "Arzt" weiter, der mitteilte, dass der "Sohn" für die Behandlung ein seltenes Medikament aus den USA benötige. Dieses würde rund 100.000 Euro kosten. Anschließend fragten die Betrüger den Mann gezielt nach Geld und Schmuck aus. Kurze Zeit später kam ein Abholer bei dem Mann vorbei und nahm diverse Uhren und Bargeld entgegen. Leider fiel der Betrug erst auf, als die Betrüger mitsamt der Beute bereits verschwunden waren. Die Kriminalpolizei fahndet nun nach dem Abholer.

Tipps der Polizei:

  • Krankenhäuser fordern nicht zur Zahlung von Behandlungen per Telefon auf.
  • Familienangehörige werden nicht per Telefon über plötzliche oder unerwartet schwere Diagnosen von Patienten informiert.
  • Gehen Sie nicht auf derartige Zahlungsaufforderungen ein!
  • Legen Sie auf und verständigen Sie die Polizei unter der 110!