Pressemitteilung Hofheim, 

Mit Wärmepumpen für ein gutes Lernklima

Kreis will Schulgebäude künftig nachhaltig heizen und kühlen – Burgschule Eppstein als nächstes Projekt
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Der Main-Taunus-Kreis will seine Schulen künftig verstärkt mit Wärmepumpen heizen und im Sommer kühlen. Wie Landrat Michael Cyriax mitteilt, soll dafür möglichst selbst erzeugter Solarstrom zum Einsatz kommen. Der Kreisausschuss hat dazu einen Grundsatzbeschluss gefasst. Als nächstes soll die Technik an der Burgschule in Eppstein eingesetzt werden.

„Wenn sich im Sommer die Köpfe erhitzen, sollte das am Nachdenken liegen und nicht an überhitzten Klassenräumen. Mit moderner Wärmepumpentechnik wollen wir dafür sorgen, dass unsere Schülerinnen und Schüler auch bei steigenden Sommertemperaturen gut lernen können“, so Cyriax.

Der Vorteil: Wärmepumpen können nicht nur heizen, sondern auch kühlen. Gerade an heißen Sommertagen liefern die Solaranlagen auf den Schuldächern besonders viel Strom. Diesen kann der Kreis direkt nutzen, um die Räume zu kühlen. Die Wärme wird dabei über geeignete Fußbodenheizungen oder zusätzliche Kühlgeräte aus den Räumen abgeführt.

Nach bisherigen Prüfungen bietet die Verbindung von Wärmepumpen und selbst erzeugtem Strom die wirtschaftlichste und flexibelste Lösung. Der Kreis will die Technik daher bei künftigen Bauvorhaben einsetzen und das Konzept schrittweise auf weitere Gebäude übertragen. Im Bestand hängt dies von den baulichen Voraussetzungen sowie den verfügbaren Haushaltsmitteln und Personalkapazitäten ab.

Schon heute verbindet der Kreis Photovoltaikanlagen, Blockheizkraftwerke und Wärmepumpen. Über ein gemeinsames Abrechnungsmodell kann er selbst erzeugten Strom rechnerisch verschiedenen Gebäuden zuordnen. Im Winter sollen ergänzend Speicher und zugekaufter Ökostrom helfen, den Energiebedarf zu decken.

Parallel setzt der Kreis auf Sonnenschutz, Begrünung und weitere Maßnahmen gegen sommerliche Hitze. Diese Arbeiten sollen 2027 konsequent weitergehen. Vorrang haben zunächst der dringend benötigte Ausbau von Schul- und Betreuungsräumen sowie kurzfristig wirksame Maßnahmen zum Hitzeschutz. Größere energetische Sanierungen im Bestand folgen schrittweise. Die Verwaltung wird regelmäßig über Fortschritte und Kosten berichten.

Hintergrund: So funktioniert eine Wärmepumpe mit Kühlfunktion
Eine sogenannte reversible Wärmepumpe kann sowohl heizen als auch kühlen. Sie arbeitet nach einem ähnlichen Prinzip wie ein Kühlschrank: Im Winter entzieht sie der Umgebung Wärme und gibt diese an das Gebäude ab. Im Sommer kehrt sie den Vorgang um. Dann nimmt sie überschüssige Wärme aus den Räumen auf und leitet sie nach draußen. Über geeignete Fußbodenheizungen oder zusätzliche Kühlgeräte kann sie so die Raumtemperatur senken.

Eine Wärmpepumpe auf dem Dach eines GebäudesRobert Poorten - stock.adobe.com

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