Die geplante Erweiterung der Burgschule Eppstein nimmt Gestalt an. Wie Landrat Michael Cyriax mitteilt, hat der Kreisausschuss den Entwurf auf den Weg gebracht; er wird demnächst in den Fachausschüssen vorgestellt. Das Gebäude soll nach aktuellem Stand 2029 fertig sein; im Investitionsprogramm des Kreises steht ein Budget von 17,5 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem neuen Gebäude soll die Schule auf vier Züge und eine Betreuung für alle Schulkinder ausgerichtet werden. „Wir schaffen eine Schule, in der Lernen, Essen und Betreuung künftig gut unter einem Dach ineinandergreifen“, so Cyriax. „So bekommt die Burgschule den Platz, den sie für wachsende Schülerzahlen und einen starken Ganztag braucht.“
Dem Schuldezernenten Kreisbeigeordnetem Axel Fink zufolge ist die Burgschule derzeit 3,5-zügig und hat zwei Intensivklassen. 13 Klassenräume stehen zur Verfügung. Weil die Schülerzahlen steigen und im Schulbezirk mehrere kleinere Baugebiete entstehen, rechnet der Kreis künftig mit 15 Klassen sowie zwei Intensivklassen. Rund 70 Prozent der Schulkinder nutzen derzeit die Betreuung.
Wie Cyriax erläutert, sind im Untergeschoss des Neubaus eine Küche und eine Mensa geplant, die alle Betreuungskinder versorgen kann. Eine kleine Bühne macht den Speisesaal auch für Veranstaltungen nutzbar. Im Erdgeschoss entstehen Betreuungsräume, im Obergeschoss ein Fachräume für Musik und Kunst, ein Computerraum sowie eine Bücherei. Schule und Betreuung können diese Räume gemeinsam nutzen. Bislang verteilt sich die Betreuung auf Räume der Schule und einen Holzpavillon der Stadt Eppstein. Auch eine eigene Mensa fehlt: Die Kinder essen bisher in der benachbarten Freiherr-vom-Stein-Schule, deren Mensa ihre Kapazitätsgrenze erreicht hat.
An heißen Tagen soll sich der Neubau möglichst wenig aufheizen. Balkone und überstehende Dächer spenden Schatten und halten einen Teil der Sonnenwärme vom Gebäude fern. Vor den Balkonen sollen Stahlnetze Pflanzen Halt geben, die an der Fassade emporwachsen können. Kippbare Oberlichter sorgen zusätzlich für frische Luft; nachts kann warme Luft entweichen und das Gebäude abkühlen. Im Sommer kann die Fußbodenheizung außerdem über die Wärmepumpe auch kühlen.
Wie Cyriax und Funk weiter erläutern, wird auch der bestehende Schulbau neu geordnet. Dort stehen künftig 16 Klassenräume und zusätzliche Gruppenräume zur Verfügung. Auf dem Dach des Neubaus ist eine Photovoltaikanlage geplant.
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