Die Wanderausstellung „Ja, DAS ist Antisemitismus! – Jüdische Erfahrungen in Hessen“ ist vom 4. September bis 8. Oktober im Landratsamt zu sehen. Wie Kreisbeigeordneter Axel Fink mitteilt, wird die Schau am Donnerstag, 3. September, um 17.30 Uhr eröffnet. Dr. Susanne Urban von der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Hessen (RIAS Hessen) und Oliver Dainow vom Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Hessen führen in die Ausstellung ein.
„Antisemitismus darf im Alltag keinen Raum gewinnen. Wer Betroffenen zuhört, ihre Erfahrungen ernst nimmt und nicht wegschaut, stärkt ein respektvolles und friedliches Miteinander“, so Fink.
Grundlage der Ausstellung sind antisemitische Vorfälle, die RIAS Hessen gemeldet wurden. Die Erlebnisse von Betroffenen wurden anonymisiert und von den Berliner Illustratorinnen Sophia Hirsch und Büke Schwarz in Bilder und Bildgeschichten übersetzt. Dabei greifen sie unter anderem Gesten, Symbole sowie die Reaktionen von Betroffenen und anderen Beteiligten auf.
Die Ausstellung zeigt auch unterschiedliche Reaktionen des Umfelds – von Ignoranz und Relativierung bis hin zu Solidarität. Betroffene können nach antisemitischen Vorfällen unter anderem Unterstützung bei OFEK Hessen e. V., der Beratungsstelle für von Antisemitismus Betroffene, erhalten.
Zu sehen ist die Ausstellung im Parlamentarischen Bereich des Landratsamtes während der regulären Öffnungszeiten.
Gruppen, die die Ausstellung besuchen möchten, melden sich per Mail an unter wir-vielfalt@mtk.org.