Digitalpakt: Digitale Schulen im Main-Taunus-Kreis
Aufgrund des Gesetzes zur Förderung der digitalen kommunalen Bildungsinfrastruktur an hessischen Schulen (Hessisches Digitalpakt-Schule-Gesetz – HDigSchulG) vom 25. September 2019 wurde eine Förderrichtlinie zur Umsetzung des Digitalpakts Schule im Zeitraum von 2019-2024 erlassen.
Im Rahmen dieses Förderprogrammes „Digitalpakts-Schule“ werden Investitionen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit der digitalen kommunalen Bildungsinfrastruktur wie Ausstattung mit IT-Systemen und die Vernetzung von Schulen gefördert. Der Digitalpakt-Schule umfasst ein Fördervolumen von 496.324.947 Euro. Dem Main-Taunus-Kreis stehen anteilig rund 14 Mio. Euro zur Verfügung. Die Abwicklung der Förderung erfolgt über die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen.
Umsetzung im Main-Taunus-Kreis
- WLAN-Ausstattung und LAN-Ertüchtigung (Gigabit-Netzwerkverbindungen)
Die Abkürzung WLAN bedeutet Wireless Local Area Network, also drahtloses lokales Netzwerk. WLAN-Zugangspunkte werden oft auch als Hotspot bezeichnet. Sie stellen für den Nutzer eine Verbindung zum lokalen Netzwerk her sowie einen Zugang zum Internet.
- Ausstattung mit mobilen Endgeräten (iPads)
Insgesamt werden knapp 13.000 Mobile "Endgeräte" an den Grund-, Förder-, Weiterführenden-, und Berufsschulen für die Schüler eingesetzt. Die Geräte können in Abhängigkeit der schulspezifischen Einsatzkonzepten der Schulen von den Schülern auch mit nach Hause genommen werden, um Homeschooling sicherzustellen und zu fördern.
- Digitale Visualisierung / Präsentationstechniken (digitale Tafeln)
Insgesamt werden knapp 700 Interaktive Tafeln in Unterrichtsräumen an den Schulen eingesetzt. Die ist das elektronische Update der grünen Kreidetafel.. Sie ergänzt die klassische Schultafel um zahlreiche, interaktive Funktionen. Videos abspielen, gemeinsam an Präsentationen arbeiten oder Screen-Sharing: nahezu alles, was mit einem Computer oder Tablet möglich ist, kann auch die digitale Tafel.
Perspektivisch soll eine 1-zu-1 Ausstattung insbesondere in weiterführenden Schulen, vorbehaltlich der Förderprogramme von Bund und Land und Haushaltsituation im Main-Taunus-Kreis, sowie der pädagogischen Konzepte vor Ort, mit Tablets ermöglicht und digitale Präsentationstechnik in rd. 1500 Unterrichtsräumen bereitgestellt werden.
Nein. In Abstimmung mit den Schulen werden konzeptionell unterschiedliche Wege gegangen. Daher könne es sein, dass eine Schule eher auf Tablets setzt, eine andere eher auf interaktive Tafeln. Die Ausstattung werde daher nicht überall identisch sein – je nach pädagogisch-didaktischem Konzept der Schule.
Insgesamt investiert der Kreis bis 2024 rund 39 Millionen Euro in Digitalisierung der Schulen. Etwa 14 Millionen Euro stammten aus Eigenmitteln, der Rest aus dem Digitalpakt von Bund und Land und dem Bundesförderprogramm Breitband zur Errichtung der Glasfaser-Gigabitanschlüsse.
Das Glasfaser-Projekt des Main-Taunus-Kreises
Schnelle Glasfaseranschlüsse sind eine wichtige Voraussetzung für zeitgemäße schulische Bildung. Daher hat der Main-Taunus-Kreis einen Kooperationsvertrag mit der Deutschen Glasfaser Holding GmbH geschlossen, mit dem Ziel, die Schulen und Bildungseinrichtungen im Main-Taunus-Kreis mit einem Gigabit-Anschluss zu versorgen.
Umsetzung Glasfaserausbau
Im Rahmen einer sog. Markterkundung prüfte der Main-Taunus-Kreis zunächst, ob ein privatwirtschaftlicher Glasfaserausbau der Schulen und Bildungseinrichtungen in den nächsten drei Jahren geplant oder angekündigt wird. Da keine Ausbauabsichten gemeldet wurden, übernahm der Kreis selbst die Initiative.
Über einen Teilnahmewettbewerb und eine öffentliche Ausschreibung wurde ein Netzbetreiber ausgewählt, der die Schulen wirtschaftlich mit Gigabit-Geschwindigkeit versorgt. Dabei legt ein Betreiber seine Einnahmen und Kosten für mindestens sieben Jahre offen; die daraus entstehende Wirtschaftlichkeitslücke wird vom Kreis sowie durch Fördermittel des Bundes und des Landes Hessen ausgeglichen. Dieser einmalige Zuschuss entspricht den europäischen und nationalen Beihilferegeln.
Die Auftragserteilung stellt sicher, dass der Betreiber Planung, Bau, Betrieb und Endkundendienste wie Internet und Telefonie übernimmt. In einem Kooperationsvertrag sind die Zielvorgaben und qualitativen Anforderungen festgelegt, darunter eine Mindestversorgung von 1 Gigabit/s (1.000 Mbit/s).
Die Deutsche Glasfaser hat nach eigenen Aussagen bereits über 1. Mio. Glasfaseranschlüsse verlegt und ist Marktführender FTTH-Anbieter in Deutschland. Als Baupartner wurde von ihr die Firma Verne Technology Group beauftragt.
- Organisationsamt
- Verne – Technology Group
- Straße
- Calle de la Libra R51-54
- Ort
- 03114 Alicante (Spanien)
- Kontakt
- Organisationsamt
- Deutsche Glasfaser Holding GmbH
- Straße
- Am Kuhm 31
- Ort
- 46325 Borken
- Kontakt
Alle allgemeinbildenden, beruflichen sowie Förderschulen und Einrichtungen der sonstigen Aus- und Weiterbildung in öffentlicher Trägerschaft, wie zum Beispiel Volkshochschulen.
Grundsätzlich werden die Anschlüsse an den Schulen eine Versorgung von mindestens einem Gigabit/s im Up- und Download (symmetrisch) ermöglichen. Somit ist sichergestellt, dass in jedem Klassenraum eine Versorgung von mind. 30 Mbit/s besteht. Sollte sich abzeichnen, dass diese Geschwindigkeiten nicht ausreichend sind oder ein noch höherer Bedarf entsteht, können wir die Geschwindigkeiten im Einzelnen vertraglich anpassen.
Der Betreiber legt seine Einnahmen und Kosten für den Netzaufbau und -betrieb über einen Zeitraum von mindestens sieben Jahren dar. Die daraus entstehende Differenz bildet die sogenannte Wirtschaftlichkeitslücke, die vom Main-Taunus-Kreis finanziell ausgeglichen wird. Dieser einmalige Zuschuss entspricht den Vorschriften des europäischen und nationalen Beihilferechts und beträgt rund 7,6 Millionen Euro.
Im Rahmen eines Förderprogramms zur Unterstützung des Breitbandausbaus in Deutschland stellte der Main-Taunus-Kreis einen Förderantrag beim Bund, der bewilligt wurde. Der Fördersatz des Bundes (Zuwendung) deckt 50 Prozent der Projektkosten als Basisfördersatz. Zusätzlich beantragte der Kreis eine Förderung nach der Richtlinie zur Förderung der Breitbandversorgung in Hessen und erhielt einen Förderbescheid des Landes. Die landesseitige Kofinanzierung beträgt 40 Prozent der Projektkosten.
Somit werden 90 Prozent der Kosten durch die Fördermittel vom Bund und dem Land Hessen abgedeckt. Den verbleibenden Rest in Höhe von rund 900.000 Euro trägt der Main-Taunus-Kreis selber.
Gegenstand der Breitbandförderung durch den Bund und das Land Hessen ist entweder die Schließung einer Wirtschaftlichkeitslücke im Rahmen des sogenannten Wirtschaftlichkeitslückenmodells oder die Finanzierung der Ausgaben des Zuwendungsempfängers für den Bau der Breitbandinfrastruktur im Betreibermodell.
Der Bund unterstützt über sein Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau insbesondere die Anbindung von Schulen, sowohl im regulären Infrastrukturaufruf als auch im Sonderaufruf „Schulen und Krankenhäuser“.
Das Land Hessen leistet eine Kofinanzierung auf Grundlage seiner Richtlinie für Ausbauvorhaben, die bereits im Rahmen des Bundesförderprogramms gefördert werden.
Bis zur Kalenderwoche 49/2025 wurden bereits 25 Schulen erfolgreich an das Glasfasernetz angeschlossen und deren Leitungen aktiviert.
IT-Support-Team für Schulen
Das Schulteam stellt die professionelle und zuverlässige IT-Betreuung aller öffentlichen Schulen des Main-Taunus-Kreises sowie der kreiseigenen Schulkindbetreuungen sicher.
- Geräte & Klassenraumtechnik: Einrichtung und Betreuung von Laptops, Tablets, PCs, Druckern, Beamern und Smartboards
- Netzwerk & WLAN: Betrieb und Fehlerbehebung im Schulnetz, Internetzugang, Benutzerverwaltung
- Software & Plattformen: Installation, Updates, Lizenzen sowie Unterstützung bei schulischen Anwendungen
- Support im Alltag: Hilfe bei technischen Problemen (vor Ort oder per Remote), Passwort- und Konto-Themen
- IT-Sicherheit & Datenschutz: Updates, Backups, Schutzmaßnahmen und Unterstützung bei datenschutzgerechter Nutzung
Sachgebietsleitung: Yvonne Kästner
Gruppenleitung: Guido Ilse
Mitarbeiter: André Weber, Andreas Lehmann, Boris Heilmann, Boris Riege, Dennis Schmidt, Fredy Großmann, Gregor Ewald, Kevin Thamm, Johannes Selzner, Moritz Natali, Torsten Frechenhäuser, Yannik Herget
- Organisationsamt
- Haupt- und Organisationsamt
- Abteilung
- Informationstechnologie - Schulteam
- Kontakt
- Tel:
- 06192 201-1739
- E-Mail:
- schulteam
@mtk.org
Die schnellste, effektivste und zuverlässigste Möglichkeit, dem Support-Team Informationen, Störungsmeldungen sowie Anträge zu übermitteln, ist der direkte und zeitunabhängige Zugang über das Webportal helpLine.
Ihre Anfragen werden mit der Eingabe im Webportal unmittelbar und dokumentiert in den Bearbeitungsprozess übernommen. Darüber hinaus erhalten Sie eine Gesamtübersicht über die Anfragen Ihrer Schule und können den jeweiligen Bearbeitungsstand jederzeit ohne telefonische oder schriftliche Rückfrage online einsehen.
HelpLine Portal
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| Dienstag | 7:30 - 11:30 Uhr | 12:30 - 15:30 Uhr |
| Mittwoch | 7:30 - 11:30 Uhr | 12:30 - 15:30 Uhr |
| Donnerstag | 7:30 - 11:30 Uhr | 12:30 - 15:30 Uhr |
| Freitag | 07:30 - 12:00 Uhr |
Main-Taunus-Kreis
Bundesrepublik Deutschland
aconium
Bundesförderung Breitband